Das Oktoberfest
Het Oktoberfest
Thomas sleept Liam mee naar het Oktoberfest, waar hij zich eerst overweldigd voelt door de enorme, lawaaierige menigte, maar uiteindelijk meer geniet dan hij had verwacht. ’s Avonds vertelt Liam aan Alba dat het “heel interessant” was en geeft hij toe dat hij een peperkoekhart als souvenir heeft gekocht.

Verhaal
Es ist Ende September, und München riecht nach gebrannten Mandeln, Bier und Lebkuchen.
Das Oktoberfest hat vor einer Woche begonnen, und Liam hat es bisher erfolgreich ignoriert.
Zu laut, zu voll, zu touristisch – das war sein Plan.
Er würde einfach warten, bis der Spuk vorbei ist.
Dann hat sein Kollege Thomas eingegriffen.
Liam:Liam. Du wohnst in München.
Liam:Du gehst auf das Oktoberfest.
Liam:Das ist keine Einladung.
Und so steht Liam an diesem Samstagvormittag vor dem Eingang zur Theresienwiese, in Jeans und Hemd – und fühlt sich sofort falsch angezogen.
Lederhosen, Dirndl, Lederhosen, Dirndl, noch mehr Lederhosen.
Thomas neben ihm trägt natürlich eine Lederhose.
Er schaut Liam kurz an.
Thomas:Du hast keine Lederhose.
Liam:Ich bin Engländer.
Thomas:Das ist keine Ausrede.
Liam:*Well*, denkt Liam. *
Liam:Zu spät jetzt.*
Das erste, was Liam versteht, ist die Größe.
Er hatte sich ein großes Volksfest vorgestellt – aber das hier ist eine Stadt.
Zelte so groß wie Kathedralen, Karussells, Buden, Bierzelte, Menschen überall.
Thomas führt ihn zielsicher durch die Massen zum Hofbräuzelt.
Drinnen ist die Lautstärke körperlich spürbar.
Eine Blaskapelle spielt, sechstausend Menschen sitzen an langen Holztischen, und irgendwie findet Thomas noch zwei freie Plätze.
Eine Bedienung – eine Kellnerin, die mit scheinbar müheloser Kraft zehn Maßkrüge auf einmal trägt – stellt zwei Maß vor ihnen hin, ohne ein Wort zu sagen.
Liam:Hat sie uns gefragt?
Thomas:Nein. Wozu auch?
Liam:Liam schaut auf den Maßkrug.
Liam:Ein Liter Bier.
Liam:Es ist elf Uhr dreißig.
Liam:Thomas, es ist halb zwölf.
Thomas:Es ist das Oktoberfest.
Das scheint hier die Antwort auf alles zu sein.
Nach einer Weile löst sich Liams Anspannung.
Die Blaskapelle spielt bekannte Melodien, die Menschen an seinem Tisch – eine bunte Mischung aus Bayern, Touristen und allem dazwischen – singen mit, stoßen an und lachen.
Ein älterer Herr links von ihm, offensichtlich ein Einheimischer, lehnt sich zu Liam herüber.
Herr:Zum ersten Mal?
Liam:Ist es so offensichtlich?
Herr:„Ein bisschen. Aber das wird besser.
Herr:Prost!
Sie stoßen an – Liam denkt an Frau Hubers Tipp aus dem Biergarten und schaut dem Herrn diesmal direkt in die Augen.
Der Herr nickt anerkennend.
Herr:Das machen nicht viele beim ersten Mal richtig.
Liam:Liam lächelt. Er nimmt einen langen Schluck Bier.
Liam:Dann noch einen.
Am Nachmittag, nach einem Hendl – einem halben Brathähnchen, das Thomas für ihn bestellt hat –, nach einer zweiten Maß und nach einem Abstecher zu den Karussells, auf die Thomas ihn geschleppt hat, sitzt Liam wieder am Tisch und schaut sich um.
*Ich hatte eigentlich erwartet, das hier schrecklich zu finden*, denkt er. *
Interesting.*
Er kauft sich noch ein Lebkuchenherz – mit der Aufschrift *„I mog di*“ – und steckt es in seine Tasche.
Ein Souvenir. Für sich selbst.
Am Abend, etwas müde und sehr satt, ruft Liam Alba an.
Alba:Und?
Alba:Wie war das Oktoberfest?
Alba:Du hast mir heute den ganzen Tag keine Nachrichten geschickt!
Liam:Ich war... beschäftigt.
Alba:Das klingt gut!
Alba:Erzähl!
Liam:Es war... ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll.
Liam:Riesig. Laut. Überwältigend.
Liam:Und eigentlich... sehr schön.
Alba:Ha! Ich wusste es.
Alba:Du hast es heimlich geliebt.
Liam:Ich habe es nicht geliebt.
Liam:Ich habe es... sehr interessant gefunden.
Alba:Das ist Liam-Sprache für geliebt.
Liam:„Vale.
Alba:„Du sagst Vale?!
Liam:Ich lerne von den Besten.
Alba:¡Ay, qué mono!
Alba:Aber erzähl mir mehr – was hast du gegessen?
Alba:Was getrunken?
Alba:Hattest du eine Lederhose?
Liam:Keine Lederhose... ich meine, keine Lederhose.
Liam:Das nächste Mal vielleicht.
Liam:Ich habe eine Maß getrunken – einen Liter Bier – und ein Hendl gegessen.
Liam:Das ist ein halbes Brathähnchen.
Alba:Einen Liter Bier!
Alba:Vor dem Mittag!
Liam:Es war das Oktoberfest, Alba.
Alba:Das sagst du jetzt so, als würde das alles erklären.
Liam:Ich glaube, inzwischen tut es das auch.
Liam:Und ich habe mir ein Lebkuchenherz gekauft.
Liam:Mit der Aufschrift *I mog di* – das bedeutet auf Bayerisch: Ich mag dich.
Alba:Oh! Für wen?
Liam:Für mich. Als Erinnerung.
Alba:Das ist eigentlich sehr süß, Liam.
Liam:Bitte erzähl das niemandem.
Alba:Versprochen. Aber Liam – du musst mir das alles zeigen, wenn ich nach München komme.
Alba:Den Englischen Garten, den Biergarten – und nächstes Jahr vielleicht sogar das Oktoberfest live!
Liam:Abgemacht. Du kommst im Frühling – dann ist München von seiner besten Seite.
Alba:Im Frühling. Das klingt gut.
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