B1.1Episode

Im Supermarkt

At the Supermarket

Newcomer Liam navigates his first German supermarket trip, overwhelmed by the cashier's speed and unfamiliar concepts like the coin-locked shopping cart and "Pfand." A friend later clarifies these aspects of German shopping efficiency.

At the Supermarket
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Story

Es ist Samstagnachmittag, und Liam steht zum ersten Mal vor einem deutschen Supermarkt.

Nicht irgendein Supermarkt – ein Aldi.

Seine Kollegen haben ihm gesagt: „Aldi ist günstig, praktisch, effizient." Das klingt gut.

Das klingt nach München.

Er hat eine ordentliche Liste auf seinem Handy: Milch, Brot, Käse, Nudeln, Tomatensoße, Kaffee.

Six items.

Simple.

*What could possibly go wrong.*

Er nimmt einen Einkaufswagen – oder versucht es zumindest.

Der Wagen bewegt sich nicht.

Ein älterer Herr neben ihm beobachtet die Situation schweigend, greift in seine Jackentasche, wirft eine Münze in den Schlitz und schiebt seinen Wagen wortlos davon.

Liam starrt auf den Schlitz.

Er hat keine Münze.

Er nimmt einen Einkaufskorb und betritt den Laden.

Der Einkauf selbst läuft erstaunlich gut.

Liam findet fast alles – nur den Kaffee sucht er vier Minuten lang, weil er in der falschen Ecke steht.

Er stellt sich an die Kasse.

Die Schlange ist kurz: nur zwei Personen vor ihm.

*Easy.*

Dann beginnt die Kassiererin mit der Person vor ihm.

Die Geschwindigkeit ist beeindruckend.

Die Waren fliegen über das Band, *beep beep beep*, und landen in einem chaotischen Haufen am Ende.

Die Kundin packt alles blitzschnell in ihre Tasche und ist verschwunden.

Liam legt seine Sachen aufs Band.

Kassiererin:Hallo.

Kassiererin:Haben Sie eine Kundenkarte?

Liam:Oh – nein, leider nicht.

Kassiererin:Haben Sie einen Pfand dabei?

Liam:*(verwirrt)* „Einen...

Liam:Pfand?

Liam:I'm sorry, ich verstehe nicht ganz.

Kassiererin:*(zeigt auf eine leere Flasche am Ende des Bandes)* „Pfandflaschen.

Kassiererin:Haben Sie welche?

Liam:Ah!

Liam:Nein, keine Flaschen.

Liam:Sorry.

Die Kassiererin nickt und beginnt zu scannen.

*Beep.

Beep.

Beep.* Sehr schnell.

Sehr sehr schnell.

Liam greift nach der Milch, aber da liegen schon die Nudeln.

Er greift nach den Nudeln, aber da liegt schon der Käse.

Er versucht zu sortieren, aber die Kassiererin ist schneller als sein Gehirn.

Kassiererin:Sieben Euro achtundsiebzig.

Liam:Oh – one moment, please.

Liam:Einen Moment, ich muss noch...

Kassiererin:*(neutral, aber bestimmt)* „Sie können hinten einpacken.

Liam greift panisch nach seinen Sachen, stopft alles in den Korb – Brot oben auf den Eiern, Tomatensoße neben dem Kaffee – und bezahlt.

Dann stellt er sich an den kleinen Ablagebereich am Ende und atmet durch.

Ein Junge, vielleicht zwölf Jahre alt, schaut ihn an.

Junge:Bist du neu hier?

Liam:Is it that obvious?" *(lacht kurz)* „Ja.

Liam:Ich bin neu.

Junge:Du musst schneller sein.

Junge:Die Kassiererin wartet nicht.

Liam:Das habe ich gemerkt.

Liam:Danke.

Der Junge zuckt mit den Schultern und geht.

Liam schaut in seinen Korb.

Das Brot ist etwas zerdrückt.

Die Eier – zum Glück – sind heil.

Zuhause räumt Liam seine Einkäufe ein – das zerdrückte Brot ganz nach hinten – und ruft Alba an.

Er muss einfach über diesen Nachmittag reden.

Alba:Und?

Alba:Wie war dein erster großer Einkauf?

Liam:Interesting.

Liam:Sehr interesting.

Liam:Die Kassiererin war schneller als ein Formel-1-Fahrer.

Liam:Ich habe das Brot auf die Eier gelegt.

Alba:*(lacht)* „¡Ay, Liam!

Alba:Das kenne ich.

Alba:Bei mir war es auch so.

Alba:Ich habe gedacht, die Kassiererin ist sauer auf mich – aber das ist einfach so hier.

Alba:Die sind nicht unfreundlich, die sind nur...

Alba:effizient.

Liam:Effizient.

Liam:Ja.

Liam:Das ist ein gutes Wort dafür.

Liam:Und was ist dieser Pfand?

Liam:Die Kassiererin hat mich gefragt, ob ich einen Pfand habe.

Alba:Oh, das ist wichtig!

Alba:Auf viele Flaschen und Dosen zahlt man hier extra – das heißt Pfand.

Alba:Wenn du die leere Flasche zurückbringst, bekommst du das Geld zurück.

Alba:Es gibt Automaten im Supermarkt dafür.

Liam:Ein Automat – nur für leere Flaschen?

Alba:Genau!

Alba:Vamos, das ist eigentlich eine gute Idee.

Alba:Weniger Müll.

Liam:Stimmt.

Liam:Obwohl – nach meiner Müll-Erfahrung in der WG bin ich inzwischen bereit, alles zu recyceln, was man mir gibt." *(Pause)* „Und noch eine Frage: Was brauche ich für den Einkaufswagen?

Liam:Ich hatte keine Münze.

Alba:Ein Euro!

Alba:Immer einen Euro dabei haben.

Alba:Oder einen dieser kleinen Plastik-Chips – die kann man kaufen.

Alba:Ich habe einen an meinem Schlüssel.

Liam:Einen Chip.

Liam:Natürlich.

Liam:In England haben wir einfach...

Liam:Wagen genommen.

Alba:Willkommen in Deutschland, Liam.

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