Karneval in Köln
कोलोन में कार्निवल
अल्बा ने वाइबरफास्टनाख़्ट पर पहली बार कोलोन का कार्निवल देखा और प्रतीकात्मक रूप से लियम की टाई काट दी। बाद में उसे एहसास होता है कि कोलोन अब उसके लिए घर जैसा है, और वह उसे रोज़नमोंटाग जुलूस में आने के लिए बुलाती है।

कहानी
Es ist der Donnerstag vor Rosenmontag, und Köln ist nicht mehr ganz Köln.
Seit dem frühen Morgen – genau genommen seit elf Minuten nach elf – gehört die Stadt den Jecken.
So nennen sich die Karnevalsnarren auf Kölsch, und Alba hat heute Morgen verstanden, warum dieses Wort so gut passt: Jeck bedeutet verrückt, und verrückt ist genau das richtige Wort für das, was gerade draußen passiert.
Die Straßenbahn hat zwanzig Minuten auf sich warten lassen, weil die Gleise von einer Gruppe tanzender Piraten blockiert waren.
Im Büro sind drei Kollegen im Kostüm erschienen – Jasmin als Biene, zwei weitere als Astronauten.
Frau Becker hat ein kleines Krönchen auf dem Kopf und so getan, als wäre das völlig normal.
¿En serio?
Das ist ein normaler Arbeitstag?
Aber das eigentliche Thema des heutigen Weiberfastnachts-Donnerstags hat Jasmin ihr bereits letzte Woche mit einem bedeutungsvollen Lächeln erklärt: „An Weiberfastnacht schneiden die Frauen den Männern die Krawatte ab.
Mit einer Schere.
Einfach so. Das ist der Brauch.
Alba hat sie damals angeschaut.
„Und die Männer lassen das zu?
Die Männer, die eine Krawatte tragen, wissen, was sie tun“, hatte Jasmin geantwortet.
„Es ist eine Einladung.
Alba hat diesen Satz die ganze Woche mit sich getragen.
Und heute Abend, in ihrem Flamencokostüm, die Schere bereits in der Tasche, hat sie eine Idee.
Nach der Arbeit – die offiziell um 14 Uhr endet, weil Karneval – zieht Alba ihr Kostüm an.
Rot und Schwarz, die Haare hochgesteckt, ein bisschen zu viel Schminke.
Sie schaut in den Spiegel.
Flamencotänzerin in Köln an Weiberfastnacht.
Das hätte ich mir vor zwei Jahren nicht vorgestellt.
Jasmin holt sie ab.
Sie ist immer noch die Biene, hat aber ihre Fühler gegen ein frisches Paar getauscht.
Jasmin:Fertig?
Alba:Ich glaube, ich bin nervös.
Jasmin:(lacht) Nervös?
Jasmin:Wofür?
Alba:Ich habe noch nie jemandem die Krawatte abgeschnitten.
Jasmin:Das ist das Schöne – heute darfst du.
Jasmin:Das ist der einzige Tag im Jahr, an dem das nicht nur erlaubt, sondern erwartet ist.
Jasmin:(schaut Alba an) Du hast doch eine Schere?
Alba:(zieht eine kleine Schere aus der Tasche) Natürlich.
Jasmin:¡Muy bien! Dann gehen wir.
Die Altstadt ist ein Meer aus Kostümen, Musik und Konfetti.
An jeder Ecke spielen Bands – Karnevalslieder, die Alba inzwischen nach drei Monaten in Köln fast alle kennt.
Sie singt leise mit, und Jasmin dreht sich überrascht um.
Jasmin:Du kennst den Text?!
Alba:Ich habe geübt.
Alba:(grinst) Man lernt Deutsch nicht nur aus dem Lehrbuch.
Sie drängen sich durch die Menge.
Alba hält Ausschau.
Krawatten sind gar nicht so selten, wie sie dachte – einige Männer tragen sie ganz bewusst, als stumme Einladung.
Ein älterer Herr im Anzug mit einer leuchtend grünen Krawatte nickt ihr freundlich zu, als ihre Blicke sich treffen.
Herr (im anzug):(breitet die Arme aus) Na?
Herr (im anzug):Traust du dich?
Alba:(auf Kölsch, mit Akzent) Kölle Alaaf!
Sie schneidet die Krawatte ab.
Der Mann lacht laut, nimmt das Stück Stoff und steckt es in seine Brusttasche wie ein Taschentuch.
Herr:Gut gemacht! Erstes Mal?
Alba:Ja. Mein erster Karneval.
Herr:Das sieht man nicht.
Herr:(zwinkert) Willkommen in Köln.
Alba strahlt.
Aber der eigentliche Moment des Abends kommt später, als Jasmin und Alba auf dem Alter Markt stehen und Alba ihr Handy herausholt.
Sie will Liam anrufen.
Nein – besser: Sie will einen Videoanruf machen.
Liam:(nimmt ab, sieht Alba im Kostüm und lacht sofort) Dios mío – ich meine: Oh wow.
Liam:Du siehst aus wie ...
Liam:sehr karnevalsmäßig.
Alba:Danke. Liam, ich brauche deine Hilfe.
Liam:Wobei?
Alba:Trägst du gerade eine Krawatte?
Liam:(kurze Pause, dann mit leiser Ahnung) ...Ich bin zu Hause, Alba.
Alba:Das habe ich nicht gefragt.
Stille. Dann – man hört es an seiner Stimme – steht Liam auf.
Eine Minute später erscheint er wieder im Bild.
Er trägt eine Krawatte.
Die bordeauxrote, die er auch am Bahnhof in Köln angehabt hatte.
Alba:(hält die Schere vor die Kamera) Bereit?
Liam:Das ist symbolisch, oder?
Liam:Du kannst nicht wirklich...
Alba:Schnipp.“ (macht mit der Schere eine Schneidebewegung in die Luft vor dem Handy)
Liam:...
Alba:Kölle Alaaf, Liam.
Liam schaut auf seine noch vollständige Krawatte.
Dann schaut er in die Kamera.
Dann lacht er – ein echtes, lautes Lachen, das Jasmin neben Alba zum Grinsen bringt.
Liam:Das war die britischste Karnevalserfahrung, die man sich vorstellen kann.
Alba:Du bist eingeweiht.
Alba:Offiziell.
Später, in einer kleinen Kneipe in der Altstadt, sitzt Alba mit Jasmin, Mona und zwei weiteren Volleyballfreundinnen an einem Tisch voller leerer Kölschgläser und Konfetti.
Die Musik ist laut, die Stimmung warm, und Alba bemerkt, dass sie den ganzen Abend kein einziges Mal an Sevilla gedacht hat.
Das ist neu.
Sie schreibt Liam eine kurze Nachricht: „Wie fühlt man sich als einziger Münchner, der heute symbolisch seine Krawatte verloren hat?
Die Antwort kommt nach drei Minuten: „Seltsam stolz darauf, wenn ich ehrlich bin.
Aber hier in München ist es heute viel zu ruhig.
Ist es in Köln wirklich so gut, wie alle sagen?
Alba schaut auf das Treiben um sie herum.
Die Tanzfläche, die bunten Kostüme, die Menschen, die gemeinsam singen.
Köln an Karneval.
Das ist jetzt ihre Stadt.
Sie tippt zurück: „Es ist noch viel besser.
Am Montag ist der große Rosenmontagszug.
Das müsstest du eigentlich mal live erleben.
Diesmal dauert die Antwort nur eine Sekunde: „Wann fährt der nächste Zug?
Alba lacht laut auf.
Jasmin schaut sie fragend an.
Alba:Liam kommt zum Rosenmontag nach Köln.
Jasmin:(hebt ihr Kölschglas) Kölle Alaaf!
Alba:(hebt ihr Glas) Alaaf!
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