Der Sportverein
El Club Deportivo
Alba intenta conocer gente nueva uniéndose a un club de voleibol, donde se sorprende por la extensa burocracia alemana. A pesar de ello, establece un primer contacto positivo y reconoce el valor de la vida en el club para la integración social.

Historia
Der Dezember in Köln ist grau und kalt, und Alba hat beschlossen, etwas dagegen zu tun.
Nicht gegen den Dezember – gegen das Gefühl, das er mitbringt.
Seit ein paar Wochen sitzt sie abends zu oft allein in ihrem Zimmer, schaut auf ihr Handy und denkt an die warmen Abende in Sevilla, an die Freundinnen, an das Lachen auf der Straße bis Mitternacht.
Jasmin hat ihr den Tipp gegeben: „Du solltest in einen Verein eintreten.
Das ist hier der beste Weg, um Leute kennenzulernen.
Alba kennt Vereine aus Spanien – aber dort ist man einfach dabei.
Man kommt, man spielt, man geht wieder.
Hier, so stellt sie bald fest, ist das etwas komplizierter.
Sie hat sich für Volleyball entschieden.
Sport kennt keine Sprachbarriere, hat sie gedacht.
*Vamos, das wird schon klappen.*
Die Sporthalle des TuS Ehrenfeld 1898 liegt zehn Minuten von ihrer Wohnung entfernt.
Alba betritt die Halle, als das Training gerade zu Ende geht.
Eine Frau Mitte vierzig mit einem Klemmbrett kommt auf sie zu.
Steffi:Hallo!
Steffi:Bist du die Alba, die angerufen hat?
Alba:Ja, genau.
Alba:Ich würde gerne mitspielen...
Alba:ich meine, ich möchte gerne mitmachen.
Steffi:Super!
Steffi:Ich bin Steffi, die Trainerin.
Steffi:Volleyball hast du schon gespielt?
Alba:Ja, in Spanien.
Alba:Nicht im Verein, aber mit Freunden am Strand.
Steffi:Perfekt, das reicht als Anfang.
Steffi:Dann zeige ich dir kurz, wie das hier bei uns läuft." *(blättert im Klemmbrett)* „Du musst dich offiziell anmelden.
Steffi:Wir brauchen ein ausgefülltes Aufnahmeformular, eine Kopie deines Ausweises und den ersten Monatsbeitrag.
Alba:Einen...
Alba:Monatsbeitrag?
Steffi:Ja, zwölf Euro im Monat.
Steffi:Dafür kannst du zweimal die Woche trainieren und an allen Vereinsveranstaltungen teilnehmen.
Alba:*Vale, vale.* „Und das Formular – kann ich das hier ausfüllen?
Steffi:Natürlich." *(reicht ihr das Formular)*
Alba schaut auf das Formular.
Es hat zwei Seiten.
Rubrik für Rubrik: Name, Adresse, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Notfallkontakt, Bankverbindung für das SEPA-Lastschriftverfahren...
Alba:*(leise)* „¡Dios mío...
Steffi:*(freundlich)* „Beim SEPA-Feld trägst du einfach deine IBAN ein.
Steffi:Das ist die lange Nummer auf deiner Bankkarte.
Alba:Ah, danke.
Alba:Und wenn ich aufhören möchte – kann ich dann einfach...
Alba:aufhören?
Steffi:Du musst die Mitgliedschaft kündigen.
Steffi:Die Kündigungsfrist beträgt sechs Wochen zum Ende des Quartals.
Alba schaut sie an.
*Sechs Wochen zum Ende des Quartals.* Sie schreibt es in ihr Handy, Wort für Wort.
Eine Spielerin, die gerade ihre Sachen einpackt, schaut herüber und lacht.
Mona:Keine Angst, das klingt schlimmer als es ist.
Mona:Ich bin Mona.
Mona:Woher kommst du?
Alba:Aus Spanien.
Alba:Aus Sevilla.
Mona:Oh schön!
Mona:Ich war mal in Barcelona.
Mona:Tolles Land." *(schultert ihre Tasche)* „Komm nächsten Dienstag zum Training – wir beißen nicht.
Alba lacht.
Sie füllt das Formular aus, gibt es Steffi zurück und zahlt den ersten Monatsbeitrag in bar.
Als sie die Halle verlässt, ist es dunkel draußen und kalt, aber sie fühlt sich leichter als beim Hineingehen.
Auf dem Heimweg, die Hände tief in den Taschen, ruft Alba Liam an.
Alba:Liam, ich bin jetzt Mitglied in einem Volleyballverein.
Liam:Oh!
Liam:Das ist toll.
Liam:Wie war es?
Alba:Es war...
Alba:sehr deutsch.
Alba:Ich musste ein Formular ausfüllen, meinen Ausweis kopieren, meine IBAN angeben und die Kündigungsfrist ist sechs Wochen zum Ende des Quartals.
Liam:*(lacht)* „Willkommen im deutschen Vereinsleben.
Liam:In meinem Fußballverein in England haben wir einfach mitgespielt.
Liam:Kein Formular, kein Beitrag, nichts.
Alba:In England habt ihr einfach mitgespielt?
Alba:Das klingt wie ein Traum.
Liam:Ja – dafür haben wir auch nie gewusst, wann das Training stattfindet.
Liam:Jemand hat einfach eine Nachricht geschickt: Heute um halb vier auf dem Parkplatz hinter Tescos.
Alba:*(lacht)* „Okay, vielleicht ist ein bisschen Organisation nicht so schlecht." *(Pause)* „Aber Liam, eine Spielerin hat mich sofort angesprochen.
Alba:Mona heißt sie.
Alba:Sie war nett.
Liam:Siehst du?
Liam:Das ist doch genau der Grund, warum du hingegangen bist.
Alba:Ja, stimmt.
Alba:Jasmin hatte recht – der Verein ist hier wirklich der beste Weg, um Leute kennenzulernen.
Alba:Man trifft sich regelmäßig, man hat ein gemeinsames Thema, man muss nicht immer neu anfangen.
Liam:Das klingt fast wie...
Liam:eine Hausordnung für soziale Kontakte.
Alba:¡Ay! Das ist das Zynischste, was du je gesagt hast.
Liam:Oder das Deutscheste.
Alba:Das stimmt leider auch.
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